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Gesichtsmimik bei Rindern

Das Verhalten und die Gesichtsmimik von Kühen sind bis heute nur wenig erforscht. Beim Menschen sind Gesichtszüge gut untersucht, und in den letzten Jahren wurde dieses Wissen auch auf Hunde, Katzen und Pferde ausgeweitet. Beim Rind steht diese Entwicklung noch am Anfang.


Im Zuge der Diskussion rund um Tierwohl wird zunehmend versucht, auch den emotionalen Zustand von Kühen besser zu verstehen. Damit rücken neben dem Verhalten auch die feinen Ausdrucksformen im Gesicht mehr in den Fokus.


Die grossen, gut sichtbaren Signale wie Ohrenstellung, Kopfhaltung oder Schwanzbewegung lassen sich vergleichsweise einfach beschreiben. Sie sind wichtig, reichen aber nicht aus. Es braucht auch den Blick für die feinen Veränderungen im Gesicht.


Neuere Studien, zum Beispiel aus dem Umfeld der Sveriges lantbruksuniversitet (SLU), beschäftigen sich damit, welche Gesichtsbewegungen beim Rind überhaupt möglich sind und wie diese im Zusammenhang mit unterschiedlichen emotionalen Zuständen stehen.



Ich beobachte Kühe, seit ich denken kann, und lese ihr Verhalten weitgehend intuitiv. In den letzten Jahren habe ich begonnen, genauer hinzuschauen: Auf welche Signale achte ich eigentlich? Genau diese Erkenntnisse möchte ich weitergeben, damit mehr Menschen lernen, Kühe besser zu verstehen. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Backenrunzeln. Eine feine Anspannung in der Gesichtsmuskulatur, die oft sehr früh zeigt, dass eine Kuh unter Spannung steht oder sich unwohl fühlt.

Auf solche Details gehe ich in den nächsten Beiträgen genauer ein.



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